Das monastische Armutsideal im Mittelalter: Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel des märkischen Zisterzienserklosters Lehnin

Vortragsabend des Diözesangeschichtsvereins am 22. April 2026

Für 2026, 800 Jahre nach dem Tod des heiligen Franz von Assisi, hat der Diözesangeschichtsverein im Erzbistum Berlin das Thema „Armut und Reichtum“ gewählt.

Auf Grundlage der Ergebnisse einer ausgedehnten archäologischen Untersuchung in den Jahren 2022–24 im ehemaligen Kloster von Lehnin widmet sich der Vortrag dem zisterziensischen Armutsideal und der konkret gebauten Realität vor Ort.

Dabei steht der Konflikt zwischen den strengen Statuten des Reformordens und den Ansprüchen eines Konvents im Vordergrund, der als Hauskloster der märkischen Landesherrschaft nicht nur einem ausgeprägten Repräsentationsbedürfnis genügen musste, sondern bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1542 einen Besitz verwaltete, der Lehnin zu dem wohlhabendsten Mönchskloster der mittelalterlichen Mark Brandenburg gemacht hatte.

Referent: Dr. Kerstin Geßner (Berlin)
Wann? Mittwoch, 22. April 2026, 19.30 Uhr
Wo? Pfarrsaal Heilige Familie